2026 Island

Myvatn, Krafla und Leirhnjukur

In Begleitung von einer ordentlichen Portion Morgennebel starteten wir heute ins nächste Abenteuer, die Erforschung der Highlights am Mückensee = Myvatn.

In der Touristeninfo konnten wir Hintergründe zur Entstehung des Myvatn und insbeondere dem benachbarten Lavafeld in Erfahrung bringen. Interessant war auch zu sehen, dass seit dem Boom an Touristen einiges investiert wurde. So können die Pseudokrater Skútustaðagígar im Süden des Sees über zahlreiche Pfade erkundet werden – 2015 anlässlich unseres letzten Besuchs in Island stand an der Stelle bloss eine kleine Plattform mit Fernblick… Die Pseudokrater entstanden durch Wasserdampfexplosionen verursacht von einem Lavafluss.

Pseudokrater

Das Lavafeld Dimmuborgir (= dunkle Burgen) im Osten des Myvatn Sees ist ein spezielles Highlight. Hier kann man durch haushohe Lavatürme wandern. Die Bezeichnung «Türme» ist eigentlich nicht ganz korrekt, es waren vielmehr Schlote zum Ausspeien von Lava. Weshalb das so ist, lässt sich am besten auf wiki und den verlinkten Dokumentationen nachlesen.

Gleich nebenan befindet sich der Tuffvulkan «Hverfjall«, der durch eine gigantische Wasserdampfexplosion entstanden ist. Man darf ihn besteigen und auf dem Ringwall auf einer maximalen Höhe von 150 m eine Runde drehen. Da kommt was an Distanz zusammen, denn der Durchmesser beträgt immerhin 1 km. Wer kann die Wanderdistanz auf dem Ringwall rechnen? Lösung unter den Fotos…

Lösung von oben: Umfang = D * pi = 1 km * 3.141 = 3.141 km. Mehr als 3 km Wandern und immer noch am gleichen Ort 😅…

Kaum 2 km weiter befindet sich ein besonderer Ort. Unterhalb dieser Spalte befindet sich die mit geothermisch erwärmtem Wasser gefüllte Lavahöhle «Grjótagjá», die früher zum Baden benutzt wurde. Heute leider nicht mehr erlaubt, aber trotzdem wunderschön anzuschauen:

Abzweigend von der Ringstrasse auf die 853, kommt man in ein äusserst interessantes Gebiet bestehend aus dem Vulkan Krafla, dem dampfenden Lavafeld Leirhnjukur und der darunter liegenden Geothermieanlage. Da zischt und riecht es eindrücklich an zahlreichen Stellen nach Schwefel. Leider kann dieser Blog keine Geschmäcker transponieren, daher belassen wir es bei einer schönen Galerie:

In der kräftigen, stimmungsvollen Abendsonne verliessen wir das Myvatngebiet Richtung Osten, um unser Nachtquartier anzupeilen… Aufgrund von Müdigkeit gib’t daher auch gar nicht mehr Text, gute Nacht 😴…

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