2023 USA East Coast

New York Tag 2

Heute haben wir die kostenlose Fähre von Staten Island nach «The Battery Park» im Süden von Manhattan genommen. In der Wartehalle hat es wegen der um 4 Dollar günstigeren Tickets (oder andersrum: kostenlose Fahrt) auch mehr Passagiere gehabt. Die Fähre hat 2 Decks für die Fahrgäste und ist riesig dimensioniert für den Halbstundentakt. Jedenfalls eine sehr gute Möglichkeit, sich nach Manhattan zu bewegen. Und wie bereits erwähnt, mit dem herrlichen Ausblicken auf die Freiheitsstatue und die Wolkenkratzer.

Zuerst haben wir uns im Bereich der bedeutsamen Wallstreet bewegt und sind dabei auf den Charging Bull gestossen. Ein Symbolbild für die Wallstreet und das Financial District – wer mehr darüber wissen will, findet hier noch weitere Infos. Ich wollte ein Foto des Stieres von vorne machen, da ist mir ganz was anderes aufgefallen. Insbesondere asiatische Touristen haben sich eher für das Hinterteil des Bullen interessiert und sich mit seinen … fotografiert. Schaut am besten selber auf dem Foto – vermutlich bringt das Motiv Glück, viel Nachwuchs oder Sonstiges… 😂🫣🤦‍♂️

Der Besuch von Ground Zero gehört zwingend ins Programm eines jeden NY Besuch. 2001 waren Tanja und ich 3 Wochen vor den Anschlägen von 9/11 in den USA – zwar an der Westküste und dennoch haben uns die Vorkommnisse damals begleitet und geprägt. Fast alle, denn man vergisst allzu schnell, dass unsere Kids damals ja gar noch nicht auf der Welt waren. Und trotzdem, auch sie kennen die Geschichte aus dem Schulunterricht und waren von daher nicht minder interessiert, die beiden Pools als ewige Zeugen und Mahnmale des schrecklichen Terrorakts zu sehen. Das Museum befindet in einem Bereich zwischen den beiden Türmen, aufgrund unseres straffen Zeitplans haben wir es ausgelassen…

Gleich neben dem Ground Zero befindet sich ein äusserst attraktives architektonisches Highlight – der Oculus, der als Transporthub und Shoppingmeile dient. Das Design erinnerte mich sofort and die architektonischen Eyecatcher in Valencias trockengelegtem Flussbett, die ich dank einem geschäftlichen Projekt vor paar Jahren sehen durfte. Und tatsächlich ist das verantwortliche Architekturbüro dasselbe. Hier der Link zu einem fantastischen Architekturbüro, der sich lohnt: Santiago Calatrava aus Spanien.

Zu Fuss haben wir uns zur Brooklyn Bridge, dem nächsten Highlight, bewegt. Zu dieser Zeit drückte die Sonne ziemlich auf unsere Schädel und der Weg bis zu den massiven Pfeilern mit ihrem unverwechselbaren Design fühlte sich wie eine kleine Ewigkeit an. Da hatte es Verkaufsstände am Laufmeter und gefühlt alle spielten das Lied «New York» von Alicia Keys über ihre tragbaren Lautsprecher ab. Der Song ist super, aber wir sind in der Zwischenzeit froh, wenn wir ihn demnächst nicht mehr allzu oft hören 😅.

Die Brücke ist auf jeden Fall einen Besuch wert, verbindet sie doch Manhattan und Brooklyn schon seit 1883 zuverlässig. Die Gesamtlänge beträgt 1,8 km und genutzt wird sie für 6 Fahrspuren für Autos sowie dem Fuss- und Radweg oberhalb der Fahrbahnen – obschon sich schon die Frage stellt, wie Radfahrer vernünftig zwischen den Touristen durchfahren sollten…

Im Anschluss war der angestaute Hunger so gross, dass wir uns auf direktem Wege nach Chinatown machten. Erfahrungsgemäss kann man dort gut, gesund und preiswert essen. Gesagt, getan. Bei der Suche nach einem geeigneten Restaurant haben wir uns auf die Rezensionen in Google verlassen und sind damit gut gefahren. Mit einer Note 4.6 können wir mit gutem Gewissen bestätigen, dass dieses Restaurant diese gute Bewertung verdient hat. Die meisten haben ein «Ramen» gewählt, eine Kombination aus Suppe, Teigwaren und Zubehör nach Wahl. Hat definitiv satt gemacht und war lecker.

Mit der Subway haben wir uns von der Canal St bis zu 23rd Street fortbewegt, um das Flatiron Gebäude zu sehen. Flatiron? Genau: Flat und Iron = Falchbügeleisen. So sieht es nämlich aus. War sicherlich sehenswert, jedoch stand das Gebäude gerade in einem Baugerüst und von daher sind die im Internet publizierten Fotos fast besser als die von uns. Aber eines der Wahrzeichen von NY von Nahem zu sehen, hat auf jeden Fall Spass gemacht.

An der Stelle haben wir uns – nicht ganz einstimmig – für Shopping and der 5th Avenue entschieden und den zweiten Tag langsam an den Hudson Yards ausklingen lassen, um anschliessend nach 2 tollen, aber auch anstrengenden Tage Abschied von New York zu nehmen.

Zum Thema Shopping was Interessantes: Adidas kündigt mit dem Transfer von Lionel Messi nach Miami Grosses an: Nicht weniger, als dass der Fussball die Zukunft sei 😃. Mal schauen, ob die Amis deswegen Basketball, Eishockey, Football und Baseball weniger priorisieren werden…

War der Aufenthalt mit zwei vollen Tagen vor Ort zu kurz? Jein. Ja, weil es noch soviel anderes zu sehen gäbe, die Liste an Möglichkeiten ist unersättlich. Nein, weil wir vor allem viele Eindrücke sammeln konnten, ohne viel Geld auszugeben für Aussichtsplattformen, Helikopterflügen, Broadway Theater etc.

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