2026 Island

Seyðisfjörður und Mjóifjörður

Seyðisfjörður im Osten von Island ist primär bekannt als Fährhafen, an dem Reisende mit ihren eigenen Gefährten aus aller Welt ankommen. Die Fähre von Hirtshals in Dänemark benötigt 3 Tage, bis sie hier anlegt. Machen viele, vielleicht auch wir eines Tages, wer weiss…

Wir hatten aber einen anderen Grund, Seyðisfjörður mal vor Ort anzusehen. Wegen dem Islandkrimi «Trapped – gefangen in Island». Wir fanden die drei Staffeln jedenfalls super. Die Passstrasse, die dorthin führt, war im Krimi während des Winters geschlossen. Nachdem wir die Strasse eigens gefahren sind, können wir gut nachvollziehen, dass in einem strengen Winter eine Komplettsperrung erfolgt.

Ausserdem erzählte uns ein deutscher Tourist in einem Guesthouse, dass erst kürzlich ein Skywalk oberhalb des Fjords neu eröffnet wurde, den wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Der unwegsame Weg dort hoch konnten wir dem Tesla nicht zumuten und wanderten die Strecke hoch.

Hafenterminal, wo die Fähren anlegen
Morgens trafen wir das Dorf im Schatten vor – Mitten im Dorf hat es einen See namens Fjarðará
Der Skywalk aus der Distanz. Mit einem Durchmesser von 32 Metern nicht zu übersehen.
Blick vom Skywalk. Paar Isländer trauten sich auch hoch, immerhin ist das Bauwerk auch neu für sie

Auf dem Rückweg hoch zur Passstrasse ist uns das kleine Skigebiet Stafdalur aufgefallen. Auf unseren Fotos ist kaum vorstellbar zu sehen, wie das funktionieren sollte. Aber auf der Website sieht man es, sieht toll aus mit viel Schnee:

Auf dem Pass oben wären wir fast in einem Kiesbett vor einer Kunstinstallation namens «Heavier Mountain» abgesoffen. Danach hatten wir uns natürlich schon gefragt, ob wirklich alles bestaunt werden muss, was so rumliegt? Entscheidet selber – Kunst ist ja bekanntlich eine subjektive Angelegenheit…

«Heavier Mountain»

Kleiner Einschub zum Essen, weil darüber nicht viel erzählt wurde bis dato. Mit den vielfältigen Fischgerichten waren wir bisher jederzeit gut bedient, aber zwischendurch ist ein feiner Hamburger nicht verkehrt. Besonders im 50’s American Diner Style (Obo Diner in Egilsstaðir):

Mjóifjörður

Der Mjóifjörður an der Route 953 ist gemäss Nachforschungen dermassen verlassen, dass nicht mehr als 7 Personen da wohnen. Die Schotterstrasse über den Pass wurde wohl erst kürzlich renoviert, dennoch war viel Konzentration für die Fahrt darüber gefordert – immerhin betrugen die Steigungen bis zu 18%. War aber einer der schönsten Roadtips und hat sich alleine der Farben wegen mehr als gelohnt:

Farblich unglaublich

Im Fjord liegt seit 1966 ein Schiffswrack der US Navy. Ursprünglich wurde es an den Westfjorden eingesetzt, um Material zu den US Radarstationen zu transportieren. Später wurde es in diesen Fjord transportiert, um eine neue Bestimmung zu erhalten. Und zwar war die neue Aufgabe, Köpfe und Eingeweide von verarbeiteten atlantischen Heringen in den benachbarten Norðfjörður zur Verarbeitung als Fischmehl zu transportieren. Muss lecker ausgeschaut haben…

Schiffswrack aus dem 2. Weltkrieg von der US Navy

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