2026 Island

Hochland für Anfänger

Auf Anraten der Freundinnen, die wir vor paar Tagen beim Dettifoss getroffen hatten, machten wir uns heute auf eine Hochlandtour für Anfänger. Diese Bezeichnung stammt aus einem Reisebuch mit Wandertips. Normalerweise sind Hochlandstrassen nur für «hochbeinige Mountain Vehicles» geeignet, besonders wenn es sich um sogenannte F-Strassen handelt. Nordwestlich von Egilsstaðir gibt es nämlich ein Gebiet, bei welchem diese Normen nicht gelten. Dazu weiter unten.

Gleich nach unserem Frühstück schauten wir uns einen hübschen Wasserfall unweit von unserem Hotel Studlagil an der Ringstrasse 1 an. Die Morgensonne ragte knapp über die hügelige Landschaft und erhellte diesen in seinen schönsten Farben. Sein Name: Rjukandafoss:

Der Kárahnjúkar Staudamm befindet sich unterhalb des grössten Gletschers Vatnajökull. Dessen Wasser wird für die Fljótsdalur Power Station verwendet, mit dessen erzeugter Energie insbesondere Aluminiumwerke gespiesen werden. Ein Riesending und der Grund, weshalb die Strassen bis ins Hochland asphaltiert wurden.

Rund 20 Fahrminuten früher an der Strasse 910 wanderten wir den sogenannten Water Circle, eine 8 km lange Strecke in der Nähe der Laugafell Hütte. Es hatte mehrere Tage geregnet und so war der Boden teils recht durchnässt. Die zahlreichen Wasserfälle waren indes sehr beeindruckend, weil dadurch mehr Wasser zu Tale floss.

Unbekannter Foss
Faxifoss, soviel Wasser kommt normalerweise nicht
Hier kommen zwei Flüsse zusammen und mischen sich. Der linke ist ursprünglich glasklar, der rechte braun.
Auf der saftigen Moorlandschaft wurden teils Holzpfade ausgelegt.
Kirkjufoss, im Hintergrund der «gezuckerte» Berg Snæfell

Anschliessend an unsere Wanderung fuhren wir weiter auf der Route 910 über den Staudamm und noch soweit, wie es mit der Bodenfreiheit des Teslas zur vereinbaren war. Unterhalb von der Staumauer befindet sich die tiefste Canyon von Island, der Hafrahvammagljúfur und das Landschaftschutzgebiet Magnahellir. Dank Trix kennen wir das Range Rover Werbevideo aus dem Jahr 2022, das hier im Canyon aber auch auf dem Überlaufkanal des Staudamms gedreht wurde: https://www.mbl.is/frettir/innlent/2022/05/20/keyrdi_upp_karahnjukavirkjun/

Weit und breit waren keine weiteren Touristen auszumachen und dies machte die Erkundung speziell reizvoll.

Hafrahvammagljúfur in Richtung Staudamm
Hafrahvammagljúfur in die andere Richtung
Treppenabstieg nach Magnahellir

Hier noch paar Eindrücke vom Staudamm, der sich unmittelbar oberhalb des Canyons befindet:

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