2026 Island

Nordwärts via Þingvellir N.P. und Road 52 zum Grábrók Vulkan

Nach einem wettertechnisch recht hübschen Sonntag zeigte sich der Montag ganz von einer anderen Seite. Schon beim Verlassen des Hotels hat es mir das legendäre rote Baseballcap weggeföhnt und direkt in der grössten Glungge in der näheren Umgebung deponiert. Ich wollte ja eh auf Wollmütze umsteigen und deshalb war die komplette Durchnässung nicht zwingend nötig.

Nach 20 Minuten Fahrt in Richtung Norden reihten wir uns auf der geschäftigen Route 1 (Ring Road) ein und fuhren ostwärts Richtung Hveragerði durch ein kontrastreiches Gebiet mit moosbewachsenen Lavafeldern. Zahlreiche geothermische Installation bekommt man beidseits der Strasse zu sehen.

Der erste Halt im Geothermie Park in beschaulichen Ort Hveragerði musste sein. Ich hatte gelesen, dass man da Eier in einem Hotpot kochen kann und dazu feines Sauerteigbrot bekommt, dass 20 Stunden nach altbewährter Art und Weise zubereitet wurde in einem von der Natur beheizten Erdloch. Das Zmorge gelang auf Anhieb und war sehr lecker. Das ginge natürlich auch an anderen Orten…. Aber da hatte es auch noch eine Miniversion des Geysirs Strokkur. Dieser bricht alle 15 Minuten aus, was immer wieder ein cooles Erlebnis ist.

Eine Tesla Ladepause in Hveragerði nutzen wir, um einkaufen zu gehen und das Nötigste mit auf den Weg nehmen zu können. Auf der schmalen Strasse 36 nordwärts zum Þingvellir National Park kommen in regelmässigen Abständen Touristenbusse mit maximaler Geschwindigkeit entgegen, weil diese zum berühmten Geysir Strokkur führt. Diesen sparen wir uns für den Schluss auf, in der Annahme, dass die Zeit wirklich auch reicht.

Im Þingvellir National Park kann man weiträumig Wandern. Wir wollten nach diversen TV Sendung mal die berühmte Ritze sehen, wo im unglaublich klaren Wasser mit Begleitung geschnorchelt und getaucht werden kann. Selbst der Fussgängerstreifen wurde passend für die Touristen-Pingus angepasst 😄.

Einen Tauchgang machten wir selbst nicht, sondern sahen uns das Parlament Islands vom 10. bis zum 18. Jahrhundert mit seiner benachbarten Kirche an. Das Rütli Islands quasi… Isländer mit besonderen Verdiensten können auf dem kleinen Friedhof daneben die letzte Ruhe finden, die genauen Kriterien kennen wir aber an der Stelle nicht…

Hier zeigt sich auf eindrückliche Art und Weise, wie die Kontinente sich auseinander bewegen.

Die Route 52 war das eigentliche Highlight des Tages. Kaum vom Mainstream weg und auf Schotter fahrend, sind wir auf der insgesamt 80 km langen Strecke nicht mehr als 10 Autos begegnet. Die Landschaft in ihrer besonderen Art mit Fotos festzuhalten geht nicht. Das muss man selbst gesehen haben. Besonders jetzt mit den kräftigen Herbstfarben sind die Kontraste unglaublich.

Sieht bequem aus, ist es auch. 40 Grad Celsius plus bei böigem Wind machten das Baden zum Genuss. Wir hatten auch etwas Glück, denn genau zu diesem Zeitpunkt fiel praktisch kein Regen. Der Krosslaug Hotpot befindet sich in einem kleinen Wald direkt neben der Route 52 und ist wahrlich ein Geheimtipp. Umkleidekabinen hat es keine und mehr als 2 Personen haben da eh nicht Platz. Gut, dass wir das alleine angetroffen haben 😅.

In unmittelbarer Nähe des heutigen Hotels haben wir den Grábrók Vulkan erklommen. 170 Meter geht es da hoch, dank Holztreppen ist dies aber mühelos möglich. Insgesamt hat es 3 Vulkane, der Grábrók ist der grösste davon. Die Grösse alleine ist äusserst eindrücklich. Noch mehr haben uns erneut die Farben fasziniert. Die Kontraste aus einer Kombination aus Regen, Sonne und Herbstfarben sind unbeschreiblich…

Route von Montag

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