2026 Island

Südwestküste und Besuch des letzten Lavaausbruchs

Der gestrige Flug hat mir wieder in Erinnerung gerufen: Vertraue jederzeit deinem Instinkt. Und Kopfhörern mit Noice Cancelling. Bei Business Flügen unverzichtbar. Privat ist das ganz anders – wäre ja doof, so nebeneinander abgeschirmt und isoliert zu sitzen. Genau deswegen blieben die Dinger zu Haus. Und genau dann sitzt die grösste Quasseltasche der Schweiz genau eine Reihe hinter dir und füllt 3,5 h Flugzeit mit unerwünschtem Inhalt ohne Sendepause 🤦‍♂️.

Flug und Aurora Hotel gleich am Flughafen Keflavik waren gut wie erwartet und so wartete ein besonderer Moment am Sonntagmorgen: Übernahme Mietauto für die nächsten 3 Wochen, immerhin wird dieser Untersatz eine zentrale Rolle unserer Ferien ausmachen. Bekanntlich hatte ich irgendwann in einer Nacht um 3 Uhr gespürt, dass ich ein bereits gebuchter Dacia Duster nicht passen würde. Und so haben wir uns (also genauer ich) von Elons Model Y verleiten lassen. Passt doch zur Mondlandschaft, nicht? Hat 4×4 und «zur Not» kann man emissionsfrei campieren.

Unser Tag 1 starteten wir mit einem Abstecher in den Südwesten von Island und die ersten Highlights liessen nicht lange auf sich warten.

Südwestküste Reykjanesbær

Island wächst langsam aber kontinuierlich und am besten sieht man dies an der Silfra-Spalte, die jährlich um 1 Zentimeter zulegt. Eine Brücke verbindet die eurasische und nordamerikanische Platte symbolisch. Trump hat sie jedenfalls noch nicht abreissen lassen ;-). Beeindruckend ist der feine, schwarze Sand dazwischen.

Brú Milli Heimsálfa
Die Brücke zwischen den Kontinenten
Reykjanes Lighthouse Reykjanesviti
Südlich vom Reykjanes Lighthouse Reykjanesviti Richtung Strand
Riesiger Kugelstrand

Eindrücklich in diesem Gebiet ist das Gunnuhver Thermalquellengebiet. Es zischt und dampft überall.

Zuletzt 2024/2025 hat sich gezeigt, wieviel Energie in diesem jungen Gebiet Islands vorhanden ist. Wir wollten uns ein Bild vor Ort machen und was wir zu sehen bekamen, war eindrücklich. Zwischen der blauen Lagune und Grindavik mussten insgesamt 38 km Strassen neu erstellt werden.

Farblich perfekt abgestimmt: Model Y in weiss, Lava in Schwarz
Ausmass der Lava in der Nähe der blauen Lagune: Bláalónsvegur Road Lavafield
Sehenswert am Streckenverlauf der Strasse 427. Ein von Lava geformter Pool direkt am Meer.

Zum Abschluss fuhren wir über die unbefestigte Strasse zu einem 500 Meter langen unterirdischen Lava-Kanal, der über eine Spindeltreppe zugänglich gemacht wurde. Weiter als in die Öffnung haben wir uns nicht getraut, ein solches Abenteuer würden wir nie ohne professionelle Betreuung machen. Hier wäre es grundsätzlich möglich gewesen…

Road 380 in Herbstfarben
Arnarker Cave