Zahlenspiele vor der Rückreise
Nun sitze ich hier in der Lobby des Marriott’s Villas at Doral Komplex und lasse die Gedanken schweifen, währenddem sich der Rest der Familie zum Abschluss am Pool vergnügt. Vorab: Dieses AirBnB war die perfekte Wahl für die letzten Tage in Miami. Nun haben wir um 10 Uhr morgens ausgecheckt und können die Annehmlichkeiten bis zu unserer Abreise zum Flughafen am Nachmittag weiterhin kostenlos nutzen. Kann ich also definitiv empfehlen, zumal es auch noch preiswerter war als ein vergleichbares «normales» Hotel.
Eine wichtige Aufgabe habe ich heute erledigt: Den Tachostand des Mietwagens aufgenommen zwecks Auswertung der gefahrenen Strecke 😄. Zur emotionalen Verarbeitung ist es noch zu früh, von daher kommen nun paar Zahlenspiele 😎…
Bei der Grobplanung der Fahrstrecke anhand Google Maps hatte ich 629 km weniger errechnet – diese Mehrkilometer sind grösstenteils hier in Miami zusammengekommen, wo ich gar keine Fahrstrecken einkalkuliert hatte. Die diversen Ausflüge in Shopping Malls und zu den Stränden summierten sich zu einer stattlichen Strecke. Vom Mietauto her überhaupt kein Problem, denn hier hatten wir – wie es in den USA üblich ist – keine Begrenzung.
Wir waren insgesamt 3’305 Meilen oder umgerechnet 5’319 km im Auto unterwegs von Boston via Key West nach Miami. Zum Vergleich: Für unsere «magischen» Ferien in Norwegen letztes Jahr fuhren wir für die Rückreise von den Lofoten bis nach Hause rund 3’200 km. Eine eindrückliche Distanz also, jedoch fühlte es sich nie wirklich beschwerlich an. Auch beim heutigen Rückflug wird sich bemerkbar machen, dass wir wesentlich weiter südlich angekommen sind: Nach Boston dauerte der Flug 8 Stunden, Miami nach Zürich wird rund 9 Stunden dauern trotz Rückenwind vom Jetstream. Gut zu sehen auf diesem Bild:

Mit unserem 2023 GMC Yukon Denali konnten wir rund 19 Meilen pro Gallone Benzin fahren, für Europäer keine gute Einheit für eine gute Einschätzung. Daher hier die Umrechnung: Dies entspricht 30.57 km pro 3.79 Liter Benzin und ergibt somit einen durchschnittlichen Verbrauch von 12,4 Liter pro 100 km. Jedenfalls ein beachtlich tiefer Wert für eine 6,2 Liter V8 Maschine mit 420 PS 🤩. (Laut Anzeige schaffte der vorherige Mieter bloss 14 Meilen pro Gallone – das wären dann umgerechnet 17 Liter pro 100 km 😆…)
Für die gesamte Fahrstrecke haben wir somit rund 174 Gallonen Benzin verbraucht und bei einem angenommenen durchschnittlichen Benzinpreis von 3.60 USD/Gallone somit 626 USD ausgegeben. Bei einem Währungskurs von 0.87 CHF/USD also 545 CHF.
Zum Vergleich: Unser California konsumiert grosszügig angenommene 9 Liter Diesel pro 100 km. Die gleiche Strecke hätte uns in Europa bei einem durchschnittlichen Preis von 1.75 CHF/Liter insgesamt 838 CHF gekostet.
Der Sprit in der USA ist im Verhältnis zu Lebensmittel etc. viel zu günstig. Obschon im Vergleich zu 2002 deutlich mehr sparsamere Autos auf den Strassen zu sehen sind, ist die Mehrheit nach wie vor mit hohen Verbräuchen unterwegs. Da liegt ein Riesenpotential zur Reduktion der Emissionen brach und es scheint, als würde man sich nach wie vor an den goldenen Zeiten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten festklammern.
Darf man das schreiben, wenn man selbst mit dem Flieger und einem Premium SUV unterwegs war? Ich finde ja, denn gegensätzlicher zu Norwegen 2022 – die den Umstieg auf Elektroautos mit Nachdruck pushen – könnte grösser fast nicht sein. Wir haben alle Erlebnisse in diesen Ländern sehr genossen und uns in beiderorts an die Gegebenheiten vor Ort angepasst. Hier in den USA scheinen meine Gedanken einfach einen Schritt weiter zu gehen…


