2024 Northern Lights

Schneeschuh Wanderung im Abisko NP an Neujahr

Während die Sylvesternacht in Berlin, Leipzig und Hamburg offenbar in Strassenschlachten mutierten und in Deutschland tragischerweise 5 Menschen durch selbstgebastelte Feuerwerke ums Leben kamen, genossen wir hier von 19 Uhr bis nach Mitternacht ein Naturfeuerwerk vom Feinsten. Kein Geknalle, nur ein paar asiatische Touristen, die lauthals ihre Freude über das Naturschauspiel Nordlicht kundtaten. Selbst mitten in der Nacht konnten wir schlaftrunken weitere Aurora Borealis durchs Fenster vom Büssli beobachten.

Weiterhin können wir nur davon erzählen, denn die Fotos von der Neujahrsnacht sind noch immer nicht aufbereitet.

Morgens machten wir uns erneut von unserem Stellplatz auf den Weg Richtung Abisko Nationalpark für die Schneeschuhwanderung. Das Wetter zeigte sich bestens gelaunt für unsere kleine Tour, denn eine gute Sicht hatten wir für die Durchführung vorausgesetzt.

Der „Paddus Naturstig“ wurde uns am Vorabend empfohlen. Von Langzeitparking Abisko Östra gelangt man gleich direkt an den Start dieses Pfades.

Also Schneeschuhe montiert und los ging’s. Weshalb ich das so ausführlich beschreibe? Es war für mich das erste Mal auf den Dingern 😳! Die gute Nachricht: ich hatte es schnell begriffen und kann vorwegnehmen: Geil! 🤩

Dummerweise waren die blauen Streckenmarkierungen nirgends zu sehen und so folgten wir anderen Besuchern. Lustig anzuschauen war der erste Versuch von Touristen, auf den Juffli-Spriessen (= Langlaufskis) ein paar Meter zurückzulegen 🤭.

Ja, das Lachen ist nicht gestellt. Macht Spass! PS: der zurückgestutzte Schnauz fror trotzdem ein 😂❄️.

Cooler Pfad, obschon wir diesen erst beim Zurückwandern fanden. Zuvor waren wir fast ausschliesslich auf Pfaden von Schneetöffs oder Schlittenhunden unterwegs.

Insgesamt kamen etwas mehr als 6,5 km zusammen, eine durchaus gelungene Premiere und auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

Link zur Route

Während der Wanderung begannen wir über die nächsten Ziele zu diskutieren. Eine Option war, dass wir noch eine weitere Nacht vor Ort verbringen, weil die Nordlichter dermassen eindrücklich zu sehen waren. Auf der anderen Seite war uns bewusst, dass es eigentlich nicht mehr besser kommen konnte. Und ein Gigabyte an Fotodaten sprach auch nicht unbedingt dafür…

Zurück Richtung Kiruna und weiter südwärts und evtl. Stockholm und/oder Kopenhagen besuchen?

Nein! Wir wussten, dass wir angesichts der verbleibenden Ferientage hier oben bleiben wollen oder sogar müssen. Und da war sie wieder: die ewige Sehnsucht nach den Lofoten! Wir sind für lange Zeit nie wieder näher als heute, die Prognosen um Welten besser als noch rund um Weihnachten. Jo

Okay, los geht’s 😎!

Die Strecke auf der E10 nach Narvik ist besonders auf der norwegischen Seite wunderschön. Ob Sommer oder Winter, einfach herrlich. Dieses Mal hatten wir -17,5 Grad Celsius und im Fernlicht glitzerte der aufgewirbelte Schnee, einfach Wow!

Heute begegneten wir auf der Strasse insgesamt 3 Elchen, wovon wir eine Elchkuh mit ihrem Jungen sehen konnten. Eine weitere Premiere 🤩🫎🫎.
Die Fahrt kam uns kurzweilig vor und da wurden wir schon vom Schild begrüsst:

Für die heutige Nacht haben wir uns einen Camping in der Nähe von Laukvik ausgesucht, den wir noch nicht kennen, im Winter überhaupt geöffnet ist und sich abseits der Hauptverkehrsachse E10 befindet. Bei Campings besteht ein deutliches reduziertes Angebot als im Sommer.

Kaum standen wir vor der Rezeption, begann sich bereits das erste Nordlicht am Himmel abzuzeichnen. Perfektes Timing 😃!

Es stellte sich heraus, dass ausser uns nur ein einziger Gast hier weilt. Für uns wurde extra der Traktor mit Schneefräse gestartet und ein lauschiges Plätzchen am zugefrorenen Fjord geräumt. Wiederum super Service und sehr freundliche Leute.

Wir hoffen natürlich wieder auf Nordlichter, aber heute waren für uns die heissen Duschen das wichtigere Highlight 😉😃.

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