2023 USA East Coast

Outer Banks via Richmond und Virginia Beach

Heute haben wir die bisher längste Autofahrt absolviert mit ca. 500 km. Die kürzeste Distanz wäre 420 km gewesen, aber das wollten wir nicht, weil es auf den (feudalen) Interstate Highways leider nicht viel zu sehen gibt, ausser zwischendurch besondere Fahrzeuge oder LKW…

Knapp vor 9 Uhr konnten wir uns noch im Hotel mit einem im Preis inbegriffenen Frühstück verpflegen. Spannend war es, den Food zu konsumieren, der bei uns kaum oder weniger bekannt ist. Da waren die Fruit Loops Cerealien, die ich zwar aus Berechnungen von industriellen Trocknungsanwendungen kenne, jedoch noch nie degustiert hatte. Naja, der erste farbenprächtige Zuckerschub war perfekt. Luis gönnte sich ein Brötchen und wollte kurzerhand Nutella aufstreichen, bevor er überrascht feststellte, dass sich darin Beef und Käse befand 🥴. Das war so schwerfällig, dass er mir einen Viertel abtrat. Mein Fazit: 🤢. Es hatte aber auch Spiegeleier und Toast im Angebot – immer eine sichere Wahl. Und auf Wunsch literweise Kaffee, der im Gegensatz zu unserem letzten Abenteuer von 2001/2002 sogar sehr gut trinkbar war.

Der erste Streckenabschnitt führte über die Interstate 64 von Charlottesville bis nach Richmond, der Hauptstadt von Virginia. Von da an folgten wir dem Highway US-5, um möglichst nahe am James River entlang fahren zu können. Die Idee war gut, denn dieser führte durch malerische Orte, dichte Wälder und üppige Maisfelder. Die Ausmasse des Flusses konnten wir beim Überqueren der Chockahominy River Bridge gut und spätestens bei der Fahrt über den Colonial National Historical Parkway erahnen. Gewaltig, denn da haben wir auch ein riesiges Containerschiff gesichtet.

Nach Williamsburg waren wir wiederum auf der Interstate 64, um via Newport News zum Hampton Roads Bridge Tunnel zu gelangen und den erwähnten James River an seiner Mündung zum Atlantik noch zu unterqueren. Ich finde solche Bauwerke immer wieder imposant, egal wo auf der Welt. Auch die Vorstellung, wieviel Wasser sich in dem Moment über den Passagieren befindet…

Kaum auf der gegenüber liegenden Seite der Mündung angekommen, haben wir uns wiederum von der Interstate verabschiedet und die gemächliche Ocean View Avenue US-60 mit paar Halten für Fotos bis nach Virginia Beach absolviert. Hier wäre das provisorische Tagesziel gewesen. Wäre, denn das was wir vor die Linsen bekommen haben, entsprach nicht ganz unseren Vorlieben. Eine Hotelzeile mit ausgeprägtem Tourismus am Strand oder auf gut berndeutsch: „Fleischmärit“. Zudem drückend heiss und ein Himmel mit gesättigten Wolken, so dass Camping irgendwie auch nicht in Frage kam.

Da kam nur noch eine Lösung in Frage: Ab auf die Outer Banks in North Carolina! Wiederum eine weise Entscheidung, denn auf dem Campingplatz des Cape Hatteras National Seashore konnten wir noch einen Platz ergattern und bis zum Sonnenuntergang im Atlantik baden. Es war fast kitschig schön, denn es hatte gerade mal ein Dutzend Leute am Strand plus eine Gruppe auf Pferden. Wir haben es sehr genossen! Eine besondere Herausforderung hatten wir zuletzt noch: Kochen im Dunkeln (Sonnenuntergang ist bereits um 20 Uhr und somit mehr als 1 Stunde früher als zuhause 🙄). Zudem noch die Challenge, nach Möglichkeit den lästigen Moskitos ausweichen 😅.

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